mein Tag

1
Mrz
2007

Einmal alles bitte

Eigentlich bin ich ja zu meinen Eltern gefahren um mal wieder ganz gesund zu werden. Aber leider hat sich da bis jetzt kaum was getan. Da gesundheitliche Stagnation unglaublich langweilig ist hab ich mir jetzt noch ne ordentliche Erkältung eingefangen. Halsschmerzen, Husten, Schnupfen und einen total vernebelten Kopf. Mann macht das Spaß

Mein Haufen an täglich zu verzehrenden Tabletten wächst auch immer weiter an:

tabletten

alles bähh
♪: Broken Social Scene - Lover's Spit

17
Feb
2007

Batteriestatus: 30%

In den letzten 7 Tagen gabs drei Konzerte und sieben Filme auf der Berlinale. Was für eine Woche, ich komm kaum nach die ganze Eindrücke zu verarbeiten. Morgen gehts noch 2-3mal vor die Leinwand und ab Sonntag darf dann Ruhe einkehren. Da heißt es für nämlich mal wieder 5h Zugfahrt zu den Eltern (und meinen Ärzten). Sollte genug Zeit sein um alles zu verdauen.


zzzhhhhhh
♪: My Morning Jacket - It beats for you

12
Feb
2007

Die letzten Wochen im Überblick

Ich hab den kompletten Januar bei meinen Eltern verbracht. Nicht daß ich bensonders scharf drauf gewesen wäre mal wieder nach Nürnberg zu kommen, aber es ging leider nicht anders. Es war an der Zeit, daß ich einen Arztmarathon starte.

Als ich Anfang Dezember die Diagnose Colitis Ulcerosa bekommen hab, hat mich das überraschenderweise gar nicht mal so groß aus der Bahn geworfen. Wahrscheinlich weil ich schon zu lange neben der Spur lief. Die letzten Monate, besonders November und Dezember, waren unglaublich hart. In der Uni liefs endlich mal gut, endlich interessante Kurse und dazu noch Dozenten denen man anmerkt, daß sie Stoff vermitteln wollen und dann macht mir mein Körper wieder mal einen Strich durch die Rechnung. Seitdem ich im Dezember dann das Semester abbrechen mußte, weil ich durch die ganzen Untersuchungen zu viel verpaßt hatte, bin ich fast den ganzen Tag in meinem Zimmmer. Das war am Anfang ganz schön und sicherlich auch wichtig, weil ich mir so endlich mal Ruhe gönnen konnte, aber auf die Dauer zieht mich das Eingeschlossensein ziemlich runter. In den vier Wochen in denen ich bei meinen Eltern war scheint nichts passiert zu sein. Ich kann mich daran erinnern, daß ich zwei/dreimal die Woche beim Arzt war, gelegentlich noch im Kino, hab die paar Freunde besucht, die ich da unten noch habe und das wars schon. Die restliche Zeit verschwindet.

Ich mußte also unbedingt wieder raus, zurück nach Hause, in meine eigene Wohnung. Außerdem standen ja einige Konzerte an und die Berlinale wollte dieses Jahr auch endlich mal besucht werden. Gesundheitlich war ich im Vergleich zu Anfang Januar, als ich noch Schmerztabeltten genommen hab um überhaupt einschlafen zu können, auf einem einigermaßen erträglichen Level. Rechtzeitig zu meiner Abfahrt wurde es dann wieder schlechter. Die ersten Tage in der Hauptstadt haben sich folglich kaum von der Zeit in Nürnberg unterschieden: ich lag auf dem Sofa, hab viel gelesen, noch mehr Musik gehört und die Zeit dazwischen mit diversen Wintersportarten im TV gefüllt. Die Konzerte rückten näher, ich hatte die Karten natürlich schon, war aber nicht in der Verfassung wirklich aus dem Haus zu gehen. Also hab ich versucht meinen Arzt zu erreichen. Der hat seinen Urlaub allerdings gerade auf diese Woche gelegt. Mir blieb also nicht viel anderes übrig als mein eigener Arzt zu sein und mir eine Erhöhung meiner Medikamentendosis zu verschreiben. Seitdem gehts langsam bergauf. Freitag war ich dann zum Glück fit genug um mir Clap your hands say yeah anzuwschauen, leider nicht so sensationell waren wie ich mir das erhofft hatte. War ein schönes Konzert, aber eben nicht außergewöhnlich. Samstag hab ich zur Regeneration genutzt und Sonntag gings dann wieder raus in den Postbahnhof zu den Rifles. Von den Konzerten, die ich mir für die nächsten Monate vorgenommen hab, hatte ich bei diesem die geringsten Erwartungen. Da kanns dann schon mal passieren, daß man total umgehauen wird. Und so war das gestern dann auch. Die vier Jungs von der Insel haben einen wundervoll fetzigen Indie-Rock gespielt, daß die Halle bis in die letzten Winkel getanzt hat. Ausnahme war der Koloss neben mir, dessen höchste Gefühlsregung darin bestand leicht hin und her zu wiegen (warum man auf ein Konzert geht um sich nicht zu amüsieren ist mir ein Rätsel). Nach dem Konzert hab ich mich entschlossen früh ins Bett zu gehen um heut auch mal halbswegs aus den Federn zu kommen. Ich wollte ja noch auf die Berlinale.

Etwas überrascht bekam ich nach ca. 5min Anstellen am Tageskartenschalter für 7€ Tickets für zwei Filme. Für die, die des Kopfrechnens nicht mächtig sind: das macht 3,50€ pro Film! Sehr sehr seltsam, ich hatte bis jetzt immer nur gehört, daß die Berlinale so wahnsinnig teuer wär und man eh keine Karten bekommt.

prinzessinnenbad

Um 13 Uhr gings dann für mich zum ersten mal in den Kinosaal: "Prinzessinnenbad", eine Doku über drei 15jährige Freundinnen aus Kreuzberg. Getrenntlebende Eltern, Probleme in der Schule, Drogen und Alkohol, Beziehungen und dazwischen muß man noch Erwachsen werden. Toller Film.




Heute Abend durfte ich mir dann noch "Subsitute" anschauen, ebenfalls eine Doku. Der französische Fußballnationalspieler Vikash Dhorasoo bekam kurz substitutevor der WM eine Super8-Kamera in die Hände gedrückt, mit dem Auftrag seine Erlebnisse festzuhalten. Das hört sich jetzt nach einer französischen Variante des Sommermärchens gefilmt aus der Schweini-Cam-Perspektive an. Der Film ist aber weit mehr als das, Vikash wurde nämlich kurz vor der WM zum Ersatzspieler und verbringt in den vier Wochen nur 16 Minuten auf dem Platz. Seine Stimmung sinkt von Tag zu Tag, er fühlt sich vom Trainer im Stich gelassen, von Teilen der Mannschaft verraten. Der Regisseur, der mit einer zweiten Super8-Kamera ebenfalls filmt, scheint während dieser Wochen der einzige Mann mit dem er sich austauschen kann. Im Gegensatz zum Trallala das in Wortmanns Sommermärchen herrscht, sieht man hier einen Spieler, der die lange WM-Zeit damit verbringt über sich nachzudenken. Einziges Manko sind die verwackelten, unscharfen Bilder der Super8-Kamera.


Es tut unheimlich gut, endlich wieder etwas zu tun zu haben. Gesundheitlich bin ich zwar immer noch nicht da wo ich mich gern hätte, meine Stimmung ist aber zur Zeit so gut wie lange nicht mehr.


♪: The Who - Substitute

24
Jan
2007

Damals...

Als ich gestern aus dem Kino kam lag überall eine feine, weiße Pulverschicht. Auf den Autos, den Straßen, auf den Dächern. Egal wo man hinschaute, alles war damit bedeckt. Es schien einfach aus dem schwarzen Nachthimmel zu fallen. Etwas ratlos stand ich am Bordstein und betrachtete die bizarre Szenerie. Zum Glück beruhigte mich das ältere Ehepaar, das an mir vorbei lief. In ihrer Kindheit soll es das öfter gegeben haben. Man nannte es damals "Schnee"

müde, müde, müde
♪: Blumfeld - Schnee

20
Dez
2006

So kann das natürlich nichts werden

Es gibt Leute die lernen dazu und können sich auf neue Situationen einstellen. Ich dagegen greife auch nach 9 Monaten in meiner neuen Wohnung immer noch rechts neben den Kücheneingang um mein Essen in die Mikrowelle zu stellen und wunder mich dann wenn ich in den Kühlschrank schaue.

Sachen sind gepackt, ab nach Hause
♪: Blumfeld - Schnee

19
Dez
2006

Das Beste aus 12 Monaten

Ende Dezember, Zeit für Rückblicke:

An die Leinwand gefesselt durch:
01. Das Mädchen aus dem Wasser
02. Wer früher stirbt ist länger tod
03. Der Tintenfisch und der Wal
04. Little Miss Sunshine
05. Adams Äpfel
06. Man muß mich nicht lieben
07. Transamerica
08. The Science of sleep
09. Casino Royal
10. Capote

Musik, die einem das Trommelfell massiert:
01. Belle and Sebastian - The Life persuit
02. Sufjan Stevens - The Avalanche
03. Die Sterne - Räuber und Gedärm
04. Clap Your Hands Say Yeah - Clap Your Hands Say Yeah
05. Blumfeld - Verbotene Früchte
06. The Pipettes - We are The Pipettes
07. PeterLicht - Lieder vom Ende des Kapitalismus
08. The Rifles - No Love lost
09. The Kooks - Inside In / Inside Out
10. Voltaire - Heute ist jeder Tag
---------------------------------------------
11. Morrissey - Ringleader of the Tormentors
12. Kante - Die Tiere sind unruhig
13. Camera Obscura - Let's get out of this country
14. Of Montreal - Satanic Panic in the Attic
15. Tomte - Buchstaben über der Stadt

16
Dez
2006

Tut mir leid

Sorry, ist sonst wirklich nicht meine Art, aber gestern hatte ich so viel zu tun und dabei hab ichs leider wirklich verpennt.

Nachträglich alles Gute zu deinem 1. Geburtstag


♪: Ray LaMontagne - Be here now

12
Dez
2006

Falschrum

"Ich hab kein Auto also, wofür bräuchte ich nen Führerschein" hab ich mir gesagt, als mir mein Geldbeutel geklaut wurde. Das ist inzwischen über 8 Monate her und seitdem beweg ich mich glaub ich in ner Grauzone wenn ich mich hinters Steuer von Mamas Auto setze.

Vor ein paar Wochen hab ich schon mal den Versuch unternommen das neue Plastikkärtchen zu beantragen. Nach einer Stunde Warten ohne daß sich der Zähler der Warteschlange merklich erhöht hätte und einer nahenden Vorlesung hab ichs dann aufgegeben.

Heute sollte das anders werden. Deswegen hab ich mich mit grenzenloser Freizeit, einem Tupper mit Broten und einer Kanne Rooibostee ausgestattet. Als ich ankam war der Raum fast leer und nach ner halben Stunde und einer Tasse Tee leuchtete die 775 und ich war dran. Nachdem ich der Dame erklärt hab, daß ich meine Brille nur gelegentlich aufhab wenn ich im Kino bin darf ich jetzt, obwohl sowohl das Bild auf meinem Perso als auch das auf meinem neuen Führerschein auf anderes schließen lassen, ohne fahren. Und in drei Wochen ists dann so weit.

Da sich durch diesen unerwartet kurzen Besuch auf einmal ein rießiges Zeitloch auftat bin ich gleich weiter in die Potsdamer Platz Arcaden. Befürchtet hatte ich einen großen Pulk von Menschen die sich bei fürchterlicher Weihnachtsdudelei zwischen Kleidungsständern durchzwängen. Und wieder war ich überrascht: es war fast leer und seltsamerweise wurde ich weder mit Sarah Connor noch mit anderem hitverdächtigem gequält. Im H&M lief sogar Blues.

Irgendetwas hat da heut nicht gestimmt, aber wenn die Vorweihnachtszeit immer so wäre, könnte ich mich damit anfreunden.

Gesucht hatte ich übrigens neue Schuhe und einen Wintermantel. Gefunden hab ich ein Hemd, eine Jeans und ein unglaublich tolles Sakko. Auch schön


♪: Tele - Falschrum

6
Dez
2006

Timeout

Ich kriegs irgendwie nicht auf die Reihe regelmäßig Beiträge zu schreiben. Ne Zeit lang dachte ich, daß nach einem Jahr bloggen der Reiz nachgelassen hat. Inzwischen glaub ich, daß es eher daran liegt, daß ich keine großartige Lust hab jeden Tag depressive Berichte über mich und meine gebeutelte Gesundheit abzuliefern.

Vielleicht ist gerade das Brachliegen meines Blog daran Schuld, daß ich in letzter Zeit immer schlechter einschlafen kann. Den Tag abends revue passieren zu lassen und dann "zu Papier" bringen scheint mir früher geholfen zu haben. Im Moment geistert mir das alles erst durch den Kopf sobald das Licht aus ist. So gings mir auch diese Nacht wieder, nur etwas extremer: um 1:30 das Buch weggelegt und Licht aus, dann wirre Gedanken bis 5:30. Zumindest hatte das den Vorteil, daß ich mal wieder mit meinen Eltern frühstücken konnte.

Vor zwei Wochen hab ich mich nämlich mal wieder nach Franken zurückgezogen. Anfang November fing mein Darm, der sich seit Jahren durch Laktoseintoleranz und Fruktosemalabsorption quälen läßt, an noch unangenehmere Sachen zu machen als er das eh schon tat. Darauf erklärte mir mein Berliner Arzt nach der Voruntersuchung, daß ich um eine Koloskopie jetzt wohl nicht mehr rumkomme. Während er mir dann die Prozedur erklärte brach auf einmal mein Kreislauf zusammen: erst Schwindel, dann Übelkeit, als ich dann auch noch kaum mehr was sehen konnte entschloß sich der Arzt mich erst mal auf ne Liege zu legen. Verdammt unangenehm, wenn man merkt, daß man auf einmal absolut keine Kontrolle mehr über seinen Körper hat. Nach der Blutabnahme für den Gerinnungstest kam neben dem Gerinnungsfaktor noch raus, daß sich mein Blutzuckerspiegel bei 45 befindet. Normal wären 100. Laut meinem Arzt läßt sich dadurch wohl auch mein Zusammenbruch erklären. Da ich aber keinen Zucker essen kann wird sich daran wohl leider demnächst nichts ändern.
Seit Jahren halt ich mich exakt an das unglaublich eingeschränkte Angebot an Getränken und Nahrungsmitteln mit denen mein Körper keine Probleme hat, trotzdem gehts mir, von kurzen Erholungsphasen abgesehen, von Monat zu Monat immer nur schlechter. Und jetzt noch die Probleme mit dem Zucker. Mir war das alles dann irgendwie zu viel. Hab mir abends ne Flasche Wein geholt und bin zu meiner alten WG gefahren um dort mit viel Alkohol, Zigaretten und Selbstgedrehtem meine Probleme zu ertränken. Und das hat erstaunlich gut funktioniert. Am nächsten Tag verfolgte mich ein kleiner Kater bis in die Uni aber dafür schien die Sonne.

Die Bahn war also frei für meine Darmspiegelung. Als Vorbereitung mußte ich 6 Päckchen in jeweils 0,5l Wasser auflösen und das ganze und weitere 2l innerhalb von fünf Stunden trinken. Mit der Menge hätte ich nicht unbedingt ein Problem gehabt, wenn das Zeug nicht so unglaublich widerlich geschmeckt hätte. Nach dem vierten Päckchen wurde mir schon beim Gedanken an den nächsten Schluck kotzübel und ich beschloß, daß mein Darm nun genug gereinigt ist. Von der Untersuchung selbst hab ich nach der Spritze zum Glück nichts mitgekriegt. Leider war das Ergebnis nicht wirklich das was ich mir erhofft hatte. Der Arzt meinte, daß er kaum was gesehen hätte weil mein Darm voller Blut war und er die Untersuchung deshalb ziemlich früh abbrechen mußte. Die nächsten Tage gings mir dann noch dreckiger als davor. Und ich hatte nicht das Gefühlt, daß es besser werden würde. Nachdem ich 5 Tage auf der Couch anstatt in der Uni verbracht hatte entschloß ich zu meinen Eltern zu fahren und dort nochmal zum Arzt zu gehen.
Mein Vater organisierte einen Termin beim Internisten im Stadtkrankenhaus der sich auf Grund des Befunds aus Berlin gleich für eine weitere Darmspiegelung entschied. Beim Gedanken daran diese ganze Scheiße nochmal durchzumachen steuerte meine Stimmung neue Rekordtiefe an. Die Woche verbrachte ich genau wie die letzte: schlafen, die wenigen guten Sendungen im Fernseh suchen und unglaublich viel lesen.
Diesmal bekam ich zur Vorbereitung gleich 300ml flüssiges Abführmittel mit nach Hause und dazu die bekannten Beutel, diesmal aber nur 2. Und wieder mal hieß es, einen Tag nichts essen außer Suppe und danach die Leckereien vom Arzt. Ich stand über eine Stunde vor dem Glas mit dem aufgelösten Pulver in der Hoffnung es würde vielleicht verschwinden, bevor ich mich dann doch überwinden konnte den ersten Schluck zu nehmen.
Zur Untersuchung gabs wieder ne Spritze, ich merkte noch, wie mir was kaltes den Arm hochfloß, über den Hals Richtung Kopf, ein seltsamer Geschmack im Mund und dann war ich weg. Angeblich soll man davon 2h schlafen. Als ich nach 45min aufgewacht bin und nach längerem Warten immer noch niemand da war entschloß ich mich mal meine Mutter anzurufen. Ich kann mich noch erinnern, daß gelegentlich Schwestern reinkamen, ich mich irgendwann auf die Liege gesetzt hab, meine Mutter kam, der Arzt erzählt noch kurz was zur Untersuchung. Irgendwelche Zeitfetzen bei denen mir die Übergänge fehlen. Selbst als ich wieder zu Hause auf dem Sofa lag und die Handwerker reinkamen um das Fenster neben mir auszuwechseln, weiß ich noch wie sie den Rahmen geöffnet haben, mit Saugpfropfen die Scheibe rausgenahmen und ab da fehlt mir die Erinnerung. Ganz heftiges Zeug was einem die Leute im Krankenhaus da durch die Venen jagen.

Ich krieg jetzt Medikamente für 340€. Was ich genau hab wird mir morgen mein Arzt sagen. Es geht aber wohl stark in die Richtung chronisch entzündeter Darm. In 4 Wochen soll das weg sein, mit der Uni wirds damit in dem Semester wohl leider nichts mehr, aber zumindest hab ich jetzt wieder ne gesundheitliche Perspektive.

Bis dahin werd ich mich erst mal über die positiven Folgen der Klimaerwärmung freuen. Und wer weiß, vielleicht blühen an Weihnachten schon die ersten Krokose und es hat angenehme 20°C.

Damit sollte ich hoffentlich in den nächsten Tagen besser schlafen.
7:00 Zeit fürs Bett

♪: Badly Drawn Boy - Summertime in wintertime

21
Nov
2006

Die Schuldigen sind gefunden

Bereits kurz nach dem Amoklauf ging das Rätselraten los. Was bringt einen 18jährigen dazu in seiner ehemaligen Schule ein Blutbad anzurichten?

Wie vor ein paar Jahren schallt es aus allen Ecken: das liegt an diesen Killerspielen.

Der Junge spielte gerne Counter Strike und er hat sogar seine Schule nachgebaut. Natürlich um am PC seinen Amoklauf zu üben.

Jetzt kommen die klassischen Experten für Computerspiele zu Wort. Unionsvize Bosbach, Brandenburgs Innenminister Schönbohm und der König von Bayern Edmund Stoiber fordern wie fast alle Politiker ein Verbot.

Was für ein ausgemachter Blödsinn. Es gibt Millionen von Leuten, die täglich ihre Freizeit damit verbringen am Computer Löcher in ihre virtuellen Gegener zu schießen. Für diese Anzahl an Massenmördern ist es erstaunlich ruhig auf unseren Straßen.
Dann gabs da aber noch diese Karte, die genau dem Grundriß der Schule nachgebaut ist. Also ideal zum üben. Ok, aber was übt man in so einem Level? Fluchtwege? Verstecke? All das weiß man doch wenn man jahrelang an der Schule war und den Level aus dem Gedächtnis nachbaut. Da wurden mal wieder Leute befragt, die von der Sache keine Ahnung hatten und anscheinend auch nicht näher informiert waren. Wie sich inzwischen herausgestellt hat: der Level wurde weder von Sebastian B. gebaut, noch stellt er überhaupt seine ehemalige Schule dar.

Warum fragt man sich nicht einfach mal wie man als Jugendlicher an Waffen kommt und wie man lernt damit umzugehen?
Kann mir irgendwer den Sinn von Schützenvereinen erklären? Wieso sollte man einem Jugendlichen beibringen mit einer Waffe zu schießen?
Und warum gibt es Seiten wie eGun? Das Ebay für Jäger, Schützen und Angler. Hier kriegt man alles, von der Armbrust bis zum Jagdgewehr.

Wahrscheinlich ist es aber sinnvoller einen Egoshooter zu verbieten, den sich ein durchschnittlicher Computernutzer in ein paar Stunden von irgendeinem Server am anderen Ende der Welt runtergeladen hat.

-------------

Ich bin übrigens weder ein Fan von Counter Strike noch spiele ich andere Egoshooter
logo

avoid the meadows

der Versuch meine Gedanken zu sortieren und nicht ganz so viel zu vergessen wie sonst

das Jahr musikalisch gesehen
Lichtspielhaeuser von innen
mein Tag
und im Hintergrund spielte die Band...
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren